Wenn der Fahrplan auf die Blase drückt …

Während der Arbeit auf die Toilette zu gehen, das kann und darf einem kein Chef der Welt verbieten. Im Gegenteil – das ArbeitnehmerInnenschutzgesetz schreibt sogar vor: „Den Arbeitnehmern sind in der Nähe der Arbeitsplätze (…) in ausreichender Anzahl geeignete Toiletten zur Verfügung zu stellen.“ Doch wie sieht die Praxis in St. Pölten aus?

Was für ein zivilisiertes Land im 21. Jahrhundert völlig selbstverständlich klingt, scheint u.a. für die LUP-Buslenkerinnen und Buslenker nicht zu gelten. Sie müssen oft stundenlang ihren Dienst verrichten, ohne auf’s Klo gehen zu können – denn ihr Arbeitgeber stellt ihnen keines zur Verfügung. Und angeblich wäre wegen der dicht getakteten Fahrpläne auch gar keine Zeit für den Toilettengang. Das ist weder gesund, noch zumutbar.

Den Anwohnern von Bus-Stationen „stinkt es“

Wenn sich Buslenker*innen dann in ihrer Not womöglich doch einmal hinter einem Zaun erleichtern, gibt es – verständlicherweise – Unmut und Beschwerden von Anwohner*innen. Und das nicht erst seit Kurzem.

Anlässlich des Welttoilettentages am 19. November machte zuletzt die Busfahrergewerkschaft auf die unzureichenden WC-Möglichkeiten für Linienbusfahrer aufmerksam.

Christina Engel-Unterberger, Grüne Stadträtin in St. Pölten📸 Christian Dusek

Christina Engel-Unterberger, Stadträtin

Die Stadt trägt Mitverantwortung

„Wir unterstützen die Forderungen der Gewerkschaft uneingeschränkt und setzen uns dafür ein, die sanitären Einrichtungen für Busfahrer*innen zu verbessern. Die Stadt St. Pölten bestellt die Dienstleistung für den Öffentlichen Verkehr bei den Busunternehmen und trägt daher Mitverantwortung.“

Die Grünen richteten deshalb am 27.11.2023 eine Anfrage an den St. Pöltner Bürgermeister, um zu erfahren, was dazu in den Ausschreibungskriterien und Vertragsbedingungen steht.

Alles andere wäre menschenunwürdig

„Unsere LUP-Pilotinnen und -Piloten verrichten mit der Einhaltung der Fahrpläne einen wertvollen Service für die Gesellschaft. Es müssen alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, damit für sie auch ausreichend Zeit für einen Toilettengang und Toiletten sowie Waschräume mit fließendem Wasser zur Verfügung stehen. Alles andere wäre menschenunwürdig“, bekräftigt Engel-Unterberger ihren Vorstoß für eine Verbesserung der Toiletteninfrastruktur für die städtischen Buslenker*innen.

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