Grüne Kritik indirekt bestätigt
Die SPÖ St. Pölten versucht unserer Forderung nach einer Baumschutzverordnung den Wind aus den Segeln nehmen. Doch die Aussagen des St. Pöltner Baumgutachters unterstützen unsere Kritik.
Vor wenigen Wochen forderten wir St. Pöltner GRÜNE mit einer Plakataktion eine Baumschutzverordnung, um unseren wertvollen Stadtbaumbestand vor weiteren Schäden durch zunehmende Verbauung, Autoverkher und Baustellenschäden zu schützen.
Stadt und SPÖ St. Pölten haben nun ein Interview mit dem Zuständigen für den Baumkataster der Stadt veröffentlicht. “Wir sehen das als Reaktion auf unsere Baumschutzaktion vor einem Monat”, so Stadträtin Engel-Unterberger.
Alarmierende Zahlen zum Platzangebot für Bäume in St. Pölten
Mit Überschriften wie “Um die St. Pöltner Bäume muss sich niemand sorgen” will die SPÖ aber offenbar den Eindruck erwecken, es sei ohnedies alles in bester Ordnung. Doch liest man das Interview genauer, ergibt sich ein anderes Bild!
Die St. Pöltner Grünen nehmen die Ansicht der Stadt zum Thema Baumschutz zur Kenntnis. Die vom Gutachter in seinem Interview genannten Zahlen zum Platzangebot für Bäume in St. Pölten sind jedoch alarmierend! Sie würden das 15-fache des Platzes benötigen, der ihnen meist zugestanden wird! Auf vier Kubikmeter Boden kann der gesündeste Jungbaum nicht gedeihen, sondern wird von Anfang an nur verkümmern, so der Baumgutachter. Als Regel gilt, dass Bäume für die Wurzeln etwa den selben Platz brauchen wie für die Krone. Vier Kubikmeter ergeben einen Würfel von nur 1,5m Seitenlänge – das reicht allenfalls für Sträucher.
Dass eine Baumschutzverordnung nichts gegen dieses zu geringe Platzangebot ausrichten kann, wie in den Medien von Stadt und SPÖ argumentiert wird, ist logisch. Die von uns geforderte Baumschutzverordnung ist deshalb auch nicht auf die Jungbäume ausgerichtet, sondern auf den Erhalt unserer großen, alten Bäume. Genau diese sind für das Stadtklima und als Lebensraum für andere Pflanzen und zahlreiche Tiere besonders wichtig!
Auch die Bedenken gegen eine Baumschutzverordnung wegen des befürchteten bürokratischen Aufwands und der langen Wartezeiten sind für die Grünen eine Argumentation, die die Dringlichkeit eines rechtlichen Rahmens für den Baumschutz unterschätzt. Andere Städte wie Wiener Neustadt oder Salzburg konnten diese Probleme offenbar lösen – sie haben seit Jahren eine Baumschutzverordnung und fahren gut damit.
Dass aber die ÖNORM B1121 (Schutz von Gehölzen und Vegetationsflächen bei Baumaßnahmen) ins Spiel gebracht wurde, begrüßt die Grüne Fraktion ausdrücklich, denn in der NÖ Bauordnung ist dies nicht vorgesehen!
Der Baum-Experte schlägt außerdem im Interview vor, sie “zusätzlich in die St. Pöltner Bauordnung zu schreiben” – doch St. Pölten hat überhaupt keine eigene Bauordnung! “Allerdings könnte die Gemeinde diese ÖNORM einfach bei eigenen Baumaßnahmen vorschreiben – sie müsste das nur wollen. Selbst das wäre schon ein Fortschritt!“, so die St. Pöltner Grünen abschließend.
Die Stadtgärtnerei braucht mehr Personal!
„Wir anerkennen die Bemühungen des Teams der Stadtgärtnerei und begrüßen ausdrücklich den Vorschlag des Baumgutachters, die Stadtgärtnerei personell aufzustocken! Wir freuen uns, wenn die Stadt auf dieses wichtige Thema endlich reagiert.“
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