Schützen wir die grüne Lunge von St. Pölten!

Zum Tag des Baumes am 25. April stellen die Grünen in der Gemeinderatssitzung einen Antrag für eine Baumschutzverordnung für St. Pölten.

Der heutige Tag des Baumes soll uns daran erinnern, dass diese Monumente der Natur zahlreiche wichtige Funktionen nicht nur für die Umwelt, sondern auch für uns Menschen erfüllen, sie sind wahre Lebensspender.

Durch ihren kühlenden Einfluss sind Bäume insbesondere im Sommer und in dicht bebauten und versiegelten Gebieten für uns Menschen von zentraler Bedeutung und erhöhen die Lebensqualität vor Ort deutlich. Besonders durch die Klimakrise, muss gerade im innerstädtischen Raum, der Baumbestand nicht nur erhalten, sondern massiv ausgeweitet werden.

Eine Baumschutzverordnung ist daher das Gebot der Stunde, weswegen die St. Pöltner Grünen einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag in der letzten Gemeinderatssitzung eingebracht haben.

Willkürliche Baumschlägerungen in der Stadt?

Paul Purgina, Gemeinderat der Grünen St. Pölten📸 Christian Dusek

Paul Purgina, Gemeinderat

Bäume haben keine Stimme, deswegen ist es umso wichtiger ihnen durch rechtliche Regelungen Gehör zu verschaffen. Jeder einzelne Baum ist für den Klimaschutz von immenser Bedeutung und darf nicht leichtfertig geopfert werden. Eine Baumschutzverordnung ist daher nötiger denn je!„, so Grüne-Gemeinderat Paul Purgina.

Gerade in den letzten Wochen haben im Stadtgebiet einige Baumschlägerungen stattgefunden, die zu Unmut in der Bevölkerung geführt haben. So wurden vor kurzem in der Schreinergasse in einer Nacht- und Nebelaktion fünf gesunde Bäume ohne mit der Wimper zu zucken abgeholzt. Für die Anrainerinnen und Anrainer war diese Fällung ein Akt der Willkür.

Die Forderungen der Grünen

Seit fast einem Jahr befinden sich die Grünen in Gesprächen mit der SPÖ und den zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt.

Mit dem neuerlichen Dringlichkeitsantrag möchten wir das Bekenntnis für eine Baumschutzverordnung auch öffentlich einholen. Für uns ist wichtig, dass die Verordnung nicht nur leere Worthülsen enthält, sondern tatsächlich strenge Kriterien definiert, wie mit dem Baumbestand umgegangen wird. Für uns hat eine Baumschutzverordnung daher folgende Eckpfeiler zu enthalten:

  • Gültigkeit sowohl für öffentlichen und privaten Raum.
  • Verbot, Bäume zu fällen, auszugraben oder sonst wie zu entfernen.
  • Verbot, Bäume durch chemische, mechanische oder andere Einwirkungen zu beschädigen.
  • Ausnahmen von diesen Verboten müssen einer Bewilligungspflicht unterliegen und dürfen nur mit triftigen Gründe erteilt werden.
  • Wenn ein Baum entfernt wird, muss eine Ersatzpflanzung in Form von 5 neuen Jungbäumen vorgenommen werden, davon mindestens eine auf demselben Grundstück.

Wir müssen das Rad nicht neu erfinden, denn es gibt gute Beispiele, wie es funktioniert. Es liegt jetzt an der SPÖ, von der Bremse herunterzusteigen und mit uns einen großen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit zu gehen.

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