Stadt muss sich mehr engagieren!

Wir freuen uns sehr, dass nach der coronabedingten Pause Festivals wie das Frequency endlich wieder stattfinden können. Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung Normalität, vor allem für junge Menschen. Bei derartigen Großveranstaltungen ist es aber gerade für uns Grüne sehr wichtig, die massiven ökologischen Auswirkungen genau zu betrachten und basierend auf Erfahrungen der vergangenen Jahre Verbesserungsmaßnahmen auf den Weg zu bringen.

Müll und Wasserverschmutzung dürfen nicht ignoriert werden!

Fabian Schindelegger, Vorstandsmitglied der Grünen St. Pölten

Fabian Schindelegger, Vorstandsmitglied

Als Politik tragen wir die Verantwortung, zeitgemäße Rahmenbedingungen zu schaffen, mit denen wir die Events in unserer Stadt klimafit machen. Probleme wie etwa die riesigen Mengen an Müll und die schädlichen Stoffe im Wasser dürfen nicht ignoriert und kleingeredet werden. Wir Grüne sind jederzeit bereit, Vorschläge auf den Tisch zu legen, an Lösungen zu arbeiten und wir erwarten uns hier von der Stadt mehr Engagement und eine offene Debatte unter Einbeziehung von Expertinnen und Experten“, so der Grüne Bezirkskandidat für die Landtagswahl Fabian Schindelegger.

Wenn wir über Klima- und Umweltschutz in St. Pölten sprechen, haben wir wortwörtlich viele große Baustellen. Die gleichen politischen Akteure, die sich beim Frequency – natürlich zurecht – besorgt zeigen, beklatschen zeitgleich Mega-Straßenprojekte und blockieren laufend notwendige Klimaschutzmaßnahmen auf allen Ebenen. Ich erwarte mir hier mehr Ernsthaftigkeit und weniger Doppelmoral.

Basierend auf den Ergebnissen der Studie verweisen die Grünen auf die Notwendigkeit einer gesamtheitlichen Herangehensweise für Veranstaltungen.

Wir brauchen verbindliche Qualitätsstandards!

Wir Grüne fordern schon lange ein Büro für Nachhaltigkeit, das unter anderem genau für solche Probleme gemeinsam mit den Veranstaltern an Lösungen und Verbesserungsvorschlägen arbeiten könnte. Auch setzen wir uns für einen Klimacheck bei allen städtischen Vorhaben ein, der bei Förderungen – wie etwa beim Frequency – zur Anwendung kommen würde. So könnten wir verbindliche Qualitätsstandards sicherstellen. Die aktuellen Vereinbarungen der Stadt greifen hier viel zu kurz.

Unser Ziel muss es sein, dass am Ende sowohl die Besucher:innen der Events, die St. Pöltnerinnen und St. Pöltner als auch das Klima profitieren“, so Grün-Gemeinderat Heimerl-Lesnik.

Walter Heimerl-Lesnik, Grüner Gemeinderat in St. Pölten📸 Christian Dusek

Walter Heimerl-Lesnik, Gemeinderat

Die Forderungen der Grünen

Neben allgemeinen Forderungen wie dem Büro für Nachhaltigkeit und dem Klimacheck schlagen die Grünen in Bezug auf das Frequency folgende Punkte vor:

  • Strengere ökologische Kriterien für die finanzielle Förderung des Events seitens der Stadt St. Pölten
  • Eine weitere Wasserwand am nördlichen Ende des Camping-Areals zum Schutz der Traisen vor Verschmutzung
  • Einbindung externer Fachleute in das Monitoring und die Analyse
  • Bessere Aufklärungs- und Informationsangebote für alle Festivalbesucher:innen
  • Gratisangebot von umweltfreundlichen Sonnencremes am Festivalgelände
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