Greenpeace deckt weitere alarmierende Erkenntnisse auf

Historische Satelliten- und Luftbilder legen nahe, dass die illegale Ablagerung von unbehandeltem Rest- und Sperrmüll auf der Mülldeponie “Am Ziegelofen” in St. Pölten offenbar schon seit Jahren systematisch betrieben werden dürfte. Dies steht in direktem Widerspruch zu den Aussagen des Unternehmens, das die Verstöße auf das Hochwasser im September 2024 zurückgeführt hatte.

Ein Skandal mit enormen Ausmaßen

Laut Greenpeace wurden auf einer Fläche von 20.000 Quadratmetern mindestens 200.000 Kubikmeter Deponiematerial unsachgemäß abgelagert – das entspricht einem Fußballfeld, das 30 Meter hoch mit Müll aufgeschüttet wurde! Darunter befinden sich nicht nur Rest- und Sperrmüll, sondern auch potenziell umweltgefährdende Materialien.

Dies wirft massive Fragen hinsichtlich der Einhaltung von Umweltvorschriften und der behördlichen Kontrolle auf.

Die Entwicklung des Müllskandals von 2017-2024 als Video.

© Greenpeace

Internationaler Mülltourismus nimmt zu – ein besorgniserregender Trend

Die Grünen St. Pölten haben bereits im September 2024 recherchiert, dass die Müllimporte aus Italien und Slowenien nach St. Pölten seit der Übernahme durch den privaten Betreiber drastisch gestiegen sind:

  • 2019: 1.513 Tonnen Müll
  • 2020: 19.562 Tonnen Müll
  • 2021: 35.232 Tonnen Müll – der bisherige Höhepunkt
  • 2022: 27.810 Tonnen Müll
  • 2023: 17.412 Tonnen Müll

Die Behörden müssen wesentlich proaktiver agieren!

Christina Engel-Unterberger, Grüne Stadträtin in St. Pölten📸 Christian Dusek

Christina Engel-Unterberger, Stadträtin

“St. Pölten scheint seit dem Verkauf der Deponie an einen privaten Betreiber zu einem Umschlagplatz für ausländische Abfälle geworden zu sein. Die von Greenpeace aufgedeckten massiven Verstöße gegen die Deponieverordnung haben österreichweit für Entsetzen gesorgt.

Initiativen wie Greenpeace und dem Verein Landeshauptstadt-Luft gebührt einmal mehr großer Dank für ihr Engagement. Gleichzeitig ist es höchst bedenklich, dass es erst Umweltorganisationen und Bürgerinitiativen bedarf, um derartige Missstände aufzudecken. Die Behörden müssen hier wesentlich proaktiver agieren!

Wir sagen das nicht zum ersten Mal: Unangekündigte und unabhängige Kontrollen sowie die vollständige Offenlegung aller Kontrollergebnisse sind dringend erforderlich. Nur so kann sichergestellt werden, dass sich ein solcher Skandal nicht wiederholt.”

Größter Deponieskandal Österreichs?

Auch diverse Medien berichteten bereits über diese neue Entwicklung:

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