Bürgerinitiative „Bodenschutz St. Pölten“ fordert Kehrtwende von Bürgermeister Stadler
Die Bürgerinitiative “Bodenschutz St. Pölten” übergab am 16. Jänner 2025 die binnen weniger Wochen gesammelten 10.061 Unterschriften gegen das im Stadtteil Hart geplante, 17 ha große REWE-Zentrallager an St. Pöltens Bürgermeister Stadler. Das Hochwasser im September 2024 hat dessen kritische Lage im Hochwasserabfluss- und Wasserschongebiet verdeutlicht.
Seit November 2024 bemühte sich die Initiative bereits um Übergabetermine bei Stadt, Land und REWE. Bisher hat nur St. Pöltens Bürgermeister Stadler die Petition entgegen genommen und sich den Anliegen der Initiative gestellt. Diese hinterfragt die bisherigen Entscheidungen des Bürgermeisters, wie den Verkauf der Grundstücke an REWE im Dezember 2023, und fordert eine Kehrtwende im Interesse der Umwelt, der Bevölkerung und der Zukunft der Stadt.
Wir fordern ein Signal für Umweltbewusstsein und Zukunftsorientierung!

Romana Drexler, Sprecherin der Bürgerinitiative
„Wir begrüßen, dass Bürgermeister Stadler als Erster auf unsere Gesprächsanfrage eingegangen ist. Gleichzeitig haben wir ihn eindringlich aufgefordert, die geplante Verbauung zu stoppen und die betroffenen Flächen als Grünland-Freihalteflächen-Retentionsflächen zu widmen. Das ist dringend notwendig, um die Sicherheit der BürgerInnen zu gewährleisten und ökologische Nachhaltigkeit sicherzustellen.
Die bisherigen Entscheidungen des Bürgermeisters haben das REWE-Projekt massiv unterstützt – jetzt ist es Zeit für eine klare Korrektur. Eine Rückwidmung dieser Flächen wäre ein starkes Signal für Umweltbewusstsein und Zukunftsorientierung.“
Alternative Standorte und ungelöste Fragen
Im Gespräch wurde erneut der Alternativstandort der ehemaligen Kopalkaserne thematisiert. Dort wollte der REWE-Konzern sein bestehendes Trockenlager um ein Frischelager erweitern. Dieses Vorhaben scheiterte bislang daran, dass die XXX-Lutz-Gruppe die Flächen nur verpachten, nicht aber verkaufen möchte – eine Option, die wiederum REWE ausschließt. Der Bürgermeister sollte in dieser Frage aktiv vermitteln, um eine nachhaltigere Lösung voranzutreiben.
Am Standort Hart bleiben zentrale Probleme ungelöst:
- Hochwasserschutz: Das laufende Wasserrechtsverfahren zur geplanten Hochwassermulde hat Bedenken wegen einer möglichen Grundwassergefährdung aufgeworfen.
- Verkehrsbelastung: 1.000 zusätzliche LKW-Fahrten pro Tag würden die B20 stark belasten. Zudem ist eine umstrittene Anbindung durch eine S34 oder eine alternative Umfahrungsstraße Voraussetzung für die Erschließung des Gebiets.
Jetzt ist die Zeit zu handeln!
Die Initiative hofft, dass der Bürgermeister seine Handlungsspielräume nutzt, um dieses Bauvorhaben zu verhindern.
„Es darf nicht länger hingenommen werden, dass die Interessen eines Konzerns über den Bedürfnissen der BürgerInnen und der ökologischen Verantwortung stehen. Jetzt ist die Zeit zu handeln!“, so Romana Drexler abschließend.
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