Schließung der Müllde­po­nie nach Green­pe­ace-Re­cher­che

Greenpeace fand heraus, dass auf einer Fläche von mehr als 15.000 Quadratmetern binnen weniger Wochen mehrere tausend Tonnen Abfall abgelagert wurden. Darunter befinden sich offenbar große Mengen an unbehandeltem Rest-, Gewerbe- und Sperrmüll, dessen Deponierung in Österreich seit 2008 streng verboten ist. Da diese Missachtung der Deponieverordnung einen klaren Verstoß gegen das Abfallrecht darstellt, wurde die Deponie von der Behörde am 13. Dezember geschlossen.

Missachtung der Deponieverordnung durch illegale Müllentsorgung

Die vorläufige Schließung der Deponie Am Ziegelofen” ist ein wichtiger Erfolg für Umwelt, Kontrolle und Transparenz. Die investigativen Recherchen der Umweltschutzorganisation haben skandalöse Missstände aufgedeckt, die das Ausmaß der Probleme deutlich machen.

Unbehandelter Müll kann gefährliche Schadstoffe enthalten, die vor der Deponierung unschädlich gemacht werden müssten. Stattdessen wurde das Material offenbar direkt vergraben und mit Erde bedeckt, um Spuren zu verwischen. Ein solches Vorgehen gefährdet nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesundheit der Menschen.

Was jetzt passieren muss

  • Entscheidend ist, dass die Behörden jetzt rasch und konsequent handeln. „Dass das Projekt ‘zum Himmel stinkt’, ist nun hoffentlich Geschichte.
  • Die Missstände müssen umfassend behoben und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.
  • Außerdem ist es dringend notwendig, die unabhängigen Kontrollen von Deponien und Abfallunternehmen zu verstärken, um sicherzustellen, dass die geltenden Gesetze eingehalten werden.

Missstände auf mehreren Ebenen: Warum Dranbleiben, Expertise und Kooperation unverzichtbar ist

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es auf verschiedenen Ebenen Missstände gibt, die ein Eingreifen erfordern.

Dabei ist das Engagement von Organisationen wie Greenpeace für die Betroffenen und Engagierten vor Ort von unschätzbarem Wert, denn es braucht Fachwissen und viele Ressourcen. Gemeinsam mit dem Verein ‘Landeshauptstadt-Luft’ beobachten wir seit Jahren konsequent die Vorgänge rund um die Deponie und setzen uns beharrlich für Transparenz und Kontrolle ein. Das werden wir auch weiterhin tun, um weiteren Schaden von der Bevölkerung und der Umwelt abzuwenden.

Finanzielle Unterstützung von Privatpersonen und Vereinen wie dem „BIV – Grün-Alternativer Verein zur Unterstützung von Bürger:inneninitiativen“ (Detailinfos auf der BIV-Website: Parteistellung Deponie Zöchling St. Pölten) machen Interventionen auf unterschiedlichen Ebenen überhaupt erst möglich.

Interessierte können sich auf der Website Landeshauptstadt-Luft informieren und engagieren.

Wichtiger Erfolg durch engagierte Recherche

Christina Engel-Unterberger, Grüne Stadträtin in St. Pölten📸 Christian Dusek

Christina Engel-Unterberger, Stadträtin

“Ein großer Dank gebührt Greenpeace Österreich für die Recherchearbeit der letzten Wochen und die Aufdeckung dieses Skandals. Es ist entscheidend, nicht wegzuschauen dann kann beharrliches Engagement tatsächlich etwas bewirken. Die Enthüllungen zeigen, wie wichtig unabhängige Kontrollen und hartnäckiges Engagement sind, um Missstände aufzudecken und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.”, sagt Grünen-Stadträtin Christina Engel-Unterberger.

„Aber es ist besorgniserregend, dass zivilgesellschaftliche Initiativen wie der Verein ‘Landeshauptstadt-Luft’ und Hinweisgeber wie Greenpeace notwendig sind, um derartige Missstände aufzudecken. Gerade in einem Fall wie diesem, wo seit Jahren auf verschiedenen Ebenen auf Probleme hingewiesen wird, sollten die Behörden von sich aus entsprechend scharf und regelmäßig kontrollieren“.

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