St. Pöltner Müllkrimi schreit nach Transparenz und Aufklärung
Nach neuesten Berichten von Greenpeace über hochgiftige Müllablagerungen sehen Die Grünen St. Pölten nun eine weitere Grenze überschritten und fordern die Einrichtung einer Sonderkommission im Rathaus, um die bisher fehlende Transparenz und die notwendige Aufklärung zu fördern.
Illegale Ablagerung unbehandelter Abfälle führte zur Schließung der Deponie
Die St. Pöltner Mülldeponie des Betreibers Zöchling macht seit Jahren negative Schlagzeilen. Aus der seit 2020 anhaltenden unzumutbaren Geruchsbelästigung hat sich zunächst Protest bei den Anrainer:innen formiert und schlussendlich zur Gründung des Vereins Landeshauptstadt Luft geführt. Dieser setzt sich seither gegen den, wie er es selbst nennt, „Müll-Mief“ ein.
Dass dies jedoch nur die Spitze des – in dem Fall Müllbergs – gewesen ist, zeigen die nachfolgenden Entwicklungen und Erkenntnisse. Abgesehen von den steigenden Müllimporten von Italien und Slowenien nach St. Pölten, dokumentiert die Umwelt-NGO Greenpeace im Dezember 2024 die illegale Ablagerung von unbehandelten Abfällen, was zu einer vorübergehenden Schließung der Deponie führte.
Das gibt den weiter aufrechten Forderungen des zivilgesellschaftlichen Protestes Rückenwind: die Herstellung einer geregelten und gesundheitsverträglichen Abfallverwertung. Seitens der Grünen arbeitet man eng mit dem Verein Landeshauptstadt Luft zusammen und unterstützt nicht nur politisch das Anliegen der betroffenen Bürger und Bürgerinnen.
Bis zu 33-fache Grenzwertüberschreitung durch hochgiftige, unbehandelte Industrieabfälle
Der Müllkrimi hat mit der Aussendung von Greenpeace vom 8. August 2025 eine neue Dynamik erreicht. Untersuchungsergebnisse bestätigen hochgiftige, unbehandelte Industrieabfälle sowie eine bis zu bis zu 33-fache Grenzwertüberschreitung auf der „Skandal-Deponie“, wie sie die NGO nennt.
Die Politik muss in die Gänge kommen!
„Für die Grünen ist mit dieser Entwicklung nun endgültig der Bogen überspannt!
Das ist kein Rechts- und Gutachterstreit mehr, sondern ein unfassbarer Umweltskandal. Mit den neuen Erkenntnissen über hochgiftigen, unbehandelt verscharrten Abfall geht es um die Gesundheit der St. Pöltner Bevölkerung und insbesondere der Anrainer und Anrainerinnen.
Die Politik muss in die Gänge kommen – Lippenbekenntnisse, wie wir sie von der Stadtregierung kennen, haben ausgedient. Deshalb fordern wir umgehend eine städtische Sonderkommission unter Einbeziehung aller im Gemeinderat vertretenen Parteien, zuständigen Abteilungen des Magistrats sowie Expert:innen, um alle uns zur Verfügung stehenden Maßnahmen zu ergreifen. Diese Krise muss eingedämmt und Vorsorge getroffen werden, dass so etwas in Zukunft nicht mehr passieren kann.“
Transparenz ist jetzt das Gebot der Stunde!
„Auch wenn die SPÖ-Stadtregierung mit Transparenz üblicherweise wenig anfängt – jetzt ist sie das Gebot der Stunde. Kein Teppich der Welt ist groß genug, als dass man diesen Skandal noch darunter kehren könnte. Nun rächt sich, dass ein wesentlicher Teil der Daseinsvorsorge – die Müllentsorgung – unter Bürgermeister Stadler privatisiert wurde.
In der von uns geforderten Sonderkommission sollen alle Parteien regelmäßig über den Stand der Dinge informiert werden und über Handlungsoptionen diskutieren können. Am Ende geht es schließlich darum, die Bevölkerung seitens der Stadt über den Verlauf der Causa proaktiv zu informieren.
Das Geld für einen Sommerkrimi kann man sich sparen, die Zeitungsartikel zur St. Pöltner Zöchling-Deponie stehen einem solchen um nichts nach.“
Wir fordern endlich Transparenz und Aufklärung!
Die Grünen wollen mit ihrer Forderung nach der Sonderkommission – wie auch bisher – auf Stadt- und Landesebene für Transparenz und Aufklärung sorgen und die gute Zusammenarbeit mit dem Verein Landeshauptstadt Luft weiterführen und intensivieren.
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