SPÖ lehnt Waldschutz im Gemeinderat ab
Am Gelände des ehemaligen GÜPL Völtendorf, das im Besitz der Stadt St. Pölten steht, wurden großflächige Durchforstungen vorgenommen. Auf die Natur und Ökologie wurde dabei wieder einmal keine Rücksicht genommen. Unser Antrag forderte dringende Schutzmaßnahmen, um weitere Zerstörung zu verhindern.
Auf einer Fläche von knapp 6 ha, die direkt westlich an den abgezäunten Schießplatz des Bundesheeres angrenzt, wurden mehr als 300 Eichen in Furnierholzqualität und ca. 2.500 Festmeter anderer Holzarten entnommen, darunter zahlreiche Habitatbäume und Altbäume, die Höhlenbrütern und gefährdeten Fledermäusen als Lebensraum dienen.
Ebenso wurde flächendeckend das Totholz entfernt. Abgestorbenes Holz ist die Lebensgrundlage für zahlreiche Arten. Etwa ein Viertel aller Waldarten benötigt Totholz. Insekten und Pilze sind dabei die artenreichsten Gruppen. Ein hoher Totholzanteil zeichnet die naturnahen Wälder am GÜPL aus.
Irreparable Schäden in ökologisch wertvollem Waldbiotop
Der am nördlichen Rand des zerstörten Waldbiotops liegende Zufahrtsweg wurde für schwere Forstmaschinen künstlich verbreitert, indem die Oberfläche abgeschoben wurde. Mit dem abgeschobenen Material wurden die wegbegleitenden Tümpel verfüllt. Diese waren wichtige Habitate für Amphibien, vor allem für die beiden gefährdeten Arten Kammmolch und Gelbbauchunke, beide in Niederösterreich stark gefährdet
Auch die Forschungsgemeinschaft für regionalen Naturschutz LANIUS kritisierte die Waldschlägerungen in einer Presseaussendung.
Obwohl der Stadt der hohe ökologische Wert des Gebietes schon lange bekannt ist, wurde der Wald nach rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten ohne Rücksicht auf die Natur durchforstet.
Der bereits angerichtete Schaden ist irreparabel, aber unser Antrag soll weitere Eingriffe dieser Art verhindern und die Folgen bereits erfolgter Eingriffe minimieren.
GRÜNE, ÖVP, FPÖ und NEOS stimmen zu – SPÖ verhindert Beschluss
Ergebnis: Unterstützt von GRÜNEN, ÖVP, FPÖ und NEOS reichte die Stimmenanzahl dennoch nicht für eine mehrheitliche Zuerkennung der Dringlichkeit aus – der Antrag wurde aufgrund der geschlossenen Ablehnung durch die SPÖ nicht auf die Tagesordnung genommen.
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